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OSINT per KI-Agent: eine Recherche in einem Satz beauftragen

Wie Sie eine OSINT-Recherche in normaler Sprache übergeben — und warum der Agent jeden Schritt offenlegt.

Eine unbekannte Domain, eine IP-Adresse, ein Shop, der zu gut klingt — und dahinter die Frage: Wer steckt dahinter, und ist das seriös? Die Antworten liegen offen zugänglich in DNS-Einträgen, Whois-Daten, Zertifikaten und IP-Registern. Man muss nur wissen, welches der vielen Werkzeuge man in welcher Reihenfolge befragt und wie man die Rohdaten liest. Genau diesen Teil nimmt Ihnen der KI-Agent von stratdata ab: Sie beschreiben Ihr Anliegen in einem Satz, das Sprachmodell wählt die passenden Werkzeuge selbst aus, ruft sie nacheinander auf und fasst am Ende kurz zusammen. Jeder Schritt bleibt dabei sichtbar.

Was der KI-Agent für Sie übernimmt

Der KI-Agent hat Zugriff auf dieselben passiven Werkzeuge, die Sie auch einzeln von Hand bedienen könnten — nur entscheidet er anhand Ihrer Frage, welche davon nötig sind. Aus einem Auftrag wie «Untersuche example.com» wird so eine Kette aufeinander aufbauender Abfragen:

All das ist passiv: Der Agent liest nur, was Register und Server ohnehin öffentlich herausgeben. Einen aktiven Portscan (nmap mit dem vulners-Skript) führt er ausschliesslich aus, wenn Sie das für ein konkretes Ziel ausdrücklich freigeben — sinnvoll nur bei eigenen oder nachweislich autorisierten Systemen. Das Feature setzt ein Konto voraus.

Ein Auftrag, Schritt für Schritt

Ein erfundenes, aber typisches Beispiel: Sie stossen auf den Online-Shop muster-elektro.ch und wollen vor einer Bestellung wissen, ob er vertrauenswürdig ist. Der Auftrag an den Agenten lautet schlicht: «Untersuche muster-elektro.ch — ist dieser Shop seriös?». Der Agent arbeitet die Werkzeuge der Reihe nach ab und zeigt jeden Aufruf mit seinem Ergebnis:

Auftrag: «Untersuche muster-elektro.ch — ist dieser Shop seriös?» → DNS A 185.199.x.x · MX bei einem Gratis-Maildienst → RDAP (.ch) registriert 14.07.2026 · Halterdaten nicht öffentlich → Zertifikate 1 Zertifikat, ausgestellt am 16.07.2026 → Subdomains www. · konto. · zahlung. → IP-Intel Rechenzentrum in den USA, kein CH-Bezug → CVE-Check Server: nginx/1.18.0 — bekannte Lücken vorhanden Kurzfassung des Agenten Domain erst rund fünf Wochen alt. Impressum nennt Schweizer Adresse, Technik steht in den USA. nginx 1.18.0 hat CVEs — für die Seriositätsfrage nebensächlich.

In Sekunden liegt zusammengetragen vor, wofür man sonst fünf Werkzeuge einzeln bemühen müsste: eine sehr junge Domain, verdeckte Halterdaten, eine zahlung.-Subdomain und ein Widerspruch zwischen behauptetem Standort und tatsächlicher Technik. Das sind genau die Muster, auf die auch der Betrugswarner achtet — hier eingebettet in eine offene Recherche, bei der Sie jede Quelle selbst nachsehen können.

Warum jeder Schritt sichtbar bleibt

Der Agent nutzt ein Sprachmodell, und Sprachmodelle können sich irren — eine Kopfzeile falsch deuten, eine Subdomain überbewerten oder zwei Fakten unzulässig verknüpfen. Deshalb versteckt der Agent nichts hinter seiner Zusammenfassung: Er zeigt jedes aufgerufene Werkzeug und dessen Rohergebnis. So können Sie die Kurzfassung gegen die Quelle prüfen, statt ihr blind zu vertrauen. Die Zusammenfassung ist die Bequemlichkeit — die einzelnen Schritte sind die Kontrolle.

Was hier herauskommt, sind Hinweise — keine Beweise. Eine junge Domain oder eine verdeckte Whois-Angabe ist nicht automatisch ein Betrug; auch legitime Projekte sind neu und nutzen Datenschutz-Dienste. Umgekehrt sagt eine unauffällige Recherche nicht, dass alles in Ordnung ist. Der Agent bewertet nur öffentliche Register-Daten, er trägt keine Personendossiers zusammen und die Werte können veraltet oder absichtlich falsch gesetzt sein. Der Nutzen liegt in der Priorisierung: Er zeigt Ihnen schnell, wo genaueres Hinsehen lohnt. Die Deutung — und die Verantwortung für jeden Auftrag — bleibt bei Ihnen.

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