Ein Sprachmodell kann über OSINT reden, aber nichts nachschlagen. Der
MCP-Server von stratdata gibt ihm 13 Werkzeuge in die Hand: Es löst DNS auf,
fragt Registerauskünfte ab, durchsucht Zertifikatsverzeichnisse und rechnet Hashes —
und arbeitet mit dem Ergebnis weiter, statt es zu vermuten.
Model Context Protocol ist die offene Schnittstelle, über die ein KI-Assistent
fremde Werkzeuge benutzt. Der Server läuft auf Ihrem eigenen Rechner und spricht
über die Standardein- und -ausgabe mit dem Assistenten — es gibt keinen Dienst
dazwischen und kein Konto, bei dem Ihre Anfragen auflaufen.
Diese Liste stammt aus dem Server selbst. Was hier steht, ist wortgleich das,
was Ihr Assistent zu sehen bekommt.
dns_lookup
Löst DNS-Einträge einer Domain über DNS-over-HTTPS bei Cloudflare auf. Beantwortet: Wo läuft die Seite (A/AAAA), wer nimmt die Post an (MX), wer verwaltet die Zone (NS), sind SPF und DMARC gesetzt (TXT), welche Zertifizierungsstellen sind zugelassen (CAA). Der erste Schritt bei jeder Domain-Untersuchung und die Vorstufe zu rdap_whois und ip_intel.
rdap_whois
Fragt das Registrierungsregister nach Inhaber und Daten einer Domain oder eines IP-Netzes. RDAP ist der strukturierte Nachfolger von WHOIS. Beantwortet: Wem gehört das, wer ist der Registrar, seit wann existiert es, wann läuft es ab, ist es gesperrt, welche Nameserver sind hinterlegt. Ein Registrierungsdatum von vor wenigen Wochen ist eines der stärksten Betrugsindizien bei einer Firma, die vorgibt, seit Jahren am Markt zu sein. Bei IP-Adressen kommt das zuständige Netz samt Missbrauchskontakt zurück.
zertifikate
Durchsucht die öffentlichen Certificate-Transparency-Logs nach allen TLS-Zertifikaten einer Domain und leitet daraus die Subdomains ab. Findet auch Namen, die nirgends verlinkt sind — vpn., mail., staging., intern. —, weil jedes ausgestellte Zertifikat öffentlich protokolliert werden muss. Die zuverlässigste schlüssellose Methode, die nach aussen sichtbare Fläche einer Organisation zu kartieren, und nebenbei eine Zeitachse: wann eine Firma welche Dienste aufgesetzt hat.
ip_intel
Ordnet eine IP-Adresse einem Land, einer Region, einem Netzbetreiber (ASN) und einer Organisation zu. Beantwortet: Steht der Server dort, wo die Firma zu sitzen behauptet? Gehört die Adresse zu einem Rechenzentrum, einem VPN oder einem Wohnanschluss? Wer ist für Missbrauchsmeldungen zuständig? Wichtig für die Bewertung: Land und Netzbetreiber stammen aus Registerdaten und sind belastbar, Stadt und Koordinaten sind eine Schätzung und liegen oft hunderte Kilometer daneben — nie als Aufenthaltsort einer Person lesen.
passwort_geleakt
Prüft, ob ein Passwort in bekannten Datenlecks vorkommt (Have I Been Pwned). Das Passwort verlässt den Rechner nicht: es wird lokal mit SHA-1 gehasht, nur die ersten fünf Zeichen des Hashes gehen an die API, und die Antwort mit hunderten Kandidaten wird lokal verglichen (k-Anonymität). Der Dienst erfährt nicht, welches Passwort geprüft wurde. Ergebnis ist die Anzahl der Fundstellen: alles über null heisst, dass das Passwort in Wörterbuchangriffen steht — unabhängig davon, wie sicher es aussieht.
firma_lei
Sucht Rechtsträger im weltweiten LEI-Register der GLEIF. Liefert den amtlichen Namen, Rechtssitz und Hauptsitz, die lokale Handelsregisternummer (in der Schweiz die UID, "CHE-…"), den Status und auf Wunsch die Konzernstruktur mit Mutter- und Tochtergesellschaften. Damit lässt sich belegen, ob eine Firma als juristische Person wirklich existiert, unter welcher Adresse sie eingetragen ist und wem sie letztlich gehört — der übliche nächste Schritt, wenn eine Website eine Firma nennt. Erfasst sind nur Rechtsträger mit LEI, also vor allem solche, die am Finanzmarkt teilnehmen: ein Fehlen ist kein Gegenbeweis.
sonnenstand
Berechnet ohne jede Netzverbindung den Sonnenstand nach dem NOAA-Verfahren — und rückwärts aus einem gemessenen Schatten die möglichen Uhrzeiten. Das Werkzeug für Chronolokation: Zeigt der Schatten auf einem Foto in eine Richtung, die zur behaupteten Uhrzeit passt? Steht die Sonne überhaupt hoch genug für einen so kurzen Schatten? Drei Betriebsarten, die sich aus den Angaben ergeben: ohne "zeit" ein Tagesüberblick mit Auf- und Untergang, Dämmerung, goldener Stunde und Stundentabelle; mit "zeit" der Sonnenstand zu diesem Zeitpunkt; mit "schatten_azimut" oder "schatten_verhaeltnis" die Rückrechnung auf Zeitfenster. Zwei Fenster pro Tag, vormittags und nachmittags, sind normal und kein Fehler.
hash_berechnen
Berechnet MD5, SHA-1, SHA-256 und SHA-512 einer Eingabe, vollständig lokal und ohne Netzverbindung. Nützlich, um einen Abdruck mit einem Indicator of Compromise aus einem Bericht zu vergleichen, eine Beweiskette zu dokumentieren (Hash des Beweismittels zum Zeitpunkt der Sicherung) oder eine fremde Hash-Angabe nachzurechnen. Verarbeitet Text, Hex und Base64 — bei Hex und Base64 wird zuerst dekodiert, damit der Hash auf die eigentlichen Bytes fällt und nicht auf ihre Schreibweise. Es gibt KEINEN Algorithmus-Parameter: das Werkzeug gibt MD5, SHA-1, SHA-256 und SHA-512 immer alle zurück — wähle den gewünschten aus dem Ergebnis. Einziger nötiger Parameter ist "eingabe".
nmap_scan
Führt einen nmap-Portscan mit Dienst- und Versionserkennung (-sV) und dem vulners-Skript gegen EIN Ziel durch. Das vulners-Skript gleicht die erkannten Software-Versionen gegen die CVE-Datenbank ab und nennt bekannte Schwachstellen mit CVSS-Wert. Nützlich, um die eigene Angriffsfläche zu prüfen: welche Dienste sind erreichbar, welche Versionen laufen, welche davon haben bekannte Lücken. WICHTIG: Dieses Werkzeug sendet aktiv Pakete an das Ziel. Es darf NUR gegen Systeme eingesetzt werden, die Sie besitzen oder für deren Test Sie eine ausdrückliche Erlaubnis haben (eigene Server, ein beauftragter Pentest, ein CTF, eine Testumgebung). Ein Scan fremder Systeme ohne Erlaubnis ist in der Schweiz (Art. 143bis StGB), Deutschland (§ 202a StGB) und Österreich (§ 118a StGB) strafbar. Der Aufruf verlangt deshalb die Bestätigung autorisiert:true. Der Scan läuft lokal von diesem Rechner aus.
cve_check
Liest passiv die sichtbaren Software-Versionen einer Website — die Server- und X-Powered-By-Kopfzeilen sowie den <meta generator> (WordPress, Drupal, Joomla, TYPO3) — und fragt die NVD nach bekannten CVEs genau dieser Version, nach CVSS geordnet. Es wird nur die Startseite abgerufen wie von einem Browser: KEIN Portscan, KEIN Angriff. Beantwortet: Liefert diese Website veraltete Software mit bekannten Lücken aus, und was sollte zuerst aktualisiert werden? WICHTIG: Eine bekannte CVE der erkannten Version ist ein HINWEIS auf mögliche Angreifbarkeit, KEIN Beweis; Banner können veraltet oder gefälscht sein, und viele Server verschweigen ihre Version (das ist gut). Für offene Ports und Dienste jenseits des Webservers ist nmap_scan zuständig — der scannt aktiv und braucht eine Berechtigung.
ausnutzbarkeit_pruefen
Schätzt für ein Ziel ab, OB und WIE SCHWER die an ihm sichtbaren, bekannten Schwachstellen ausnutzbar wären — aus BELEGEN, nicht durch einen Angriff. Erkennt passiv die Software-Version (wie cve_check) und reichert jede CVE an mit dem CVSS-Vektor (Angriffsweg, Komplexität, nötige Rechte), der CISA-KEV-Liste (wird die Lücke nachweislich in freier Wildbahn ausgenutzt?) und dem Hinweis auf öffentliche Exploits/PoCs. Daraus eine Schwere-Stufe 0–4 (akut/hoch/mittel/gering/unbekannt) je Lücke und ein Gesamturteil „wie schwer wäre ein Angriff". Beantwortet Fragen wie „kann man das ausnutzen?", „wie schwer wäre es?", „gibt es schon einen Exploit?". WICHTIG: Es wird KEIN Exploit geschrieben und KEIN Payload gesendet — nur die Startseite wird abgerufen und öffentliche Schwachstellen-Daten werden abgefragt. Das Ergebnis ist eine Einschätzung zur Priorisierung, KEIN Beweis der Ausnutzbarkeit; Banner können veraltet oder gefälscht sein. Nur für eigene oder ausdrücklich freigegebene Ziele. Für echtes Ausführen von Exploits braucht es eine isolierte Laborumgebung und Berechtigung.
web_holen
Ruft eine beliebige öffentliche Webseite ab — wie ein Browser — und gibt ihren lesbaren Text zurück. Für aktuelle Informationen, die in den Fachregistern (DNS, Whois usw.) nicht stehen: eine Doku-Seite, ein Nachrichtenartikel, eine Produktseite. KEIN API-Schlüssel nötig. Nur öffentliche http/https-Adressen; interne und private Netze sind gesperrt. Der Inhalt wird auf das Wesentliche gekürzt.
web_suchen
Durchsucht das Web über die schlüssellose DuckDuckGo-HTML-Suche und gibt die besten Treffer mit Titel, Adresse und Kurzbeschreibung zurück. KEIN API-Schlüssel. Der übliche erste Schritt für aktuelle Themen: erst suchen, dann die passende Seite mit web_holen öffnen und lesen.
Der Server ruft von sich aus nichts ab — kein Vorwärmen beim Start, keine
Hintergrundabfragen, keine Vorgabewerte, die stillschweigend etwas auslösen. Jede
Verbindung nach draussen geht auf eine ausdrückliche Anfrage zurück. Zwei der
Werkzeuge, hash_berechnen und sonnenstand, kommen ganz
ohne Netz aus.
Ein fremder Dienst, der streikt, kommt als Werkzeugergebnis zurück und nicht als
Protokollfehler. Das Modell liest den Text und arbeitet weiter, statt dass Ihr
Assistent die Verbindung für kaputt hält.
Es gibt nichts zu bauen — der Server hat keine
Abhängigkeiten und braucht nur Node.js 20 oder neuer. In der Konfiguration Ihres
Assistenten tragen Sie einen Pfad ein:
Der MCP-Server ist kostenlos und braucht kein Konto. Er läuft auf
Ihrem eigenen Rechner — es gibt nichts, wofür wir etwas berechnen könnten. Laden Sie
das Projekt herunter, tragen Sie den Pfad ein, fertig.
Bezahlt wird nur die Akte: die gegen Änderung gesicherte
Recherche-Ablage im Browser, mit Siegeln ohne Tagesgrenze und einem Prüfbericht.
Die Werkzeuge selbst — im Browser wie über den MCP — kosten nichts.
Alle 38 Werkzeuge ansehen
Er findet nichts, was nicht öffentlich ist. Die Werkzeuge fragen öffentliche
Register und Verzeichnisse ab — dieselben, die auch im
Arbeitsplatz stecken. Er versiegelt auch nichts: Die
Akte mit ihrer Hashkette bleibt dem Browser vorbehalten, weil ein
Siegel an ein Konto gebunden ist.