Datenschutzerklärung
Stand: 29. Juli 2026
stratdata ist ein Rechercheplatz, der fast vollständig in Ihrem Browser läuft. Diese Erklärung beschreibt, was unser Server überhaupt zu sehen bekommt, was Ihr Browser direkt mit fremden Diensten austauscht und was Ihr Gerät nie verlässt. Sie gilt für die Verkaufsseite, den Arbeitsplatz, das Nachschlagewerk und die Kontoseite unter stratdata.io.
1. Verantwortliche Stelle
Verantwortlich im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des schweizerischen Datenschutzgesetzes (DSG) ist:
- Firma
- Stratdata GmbH
- Adresse
- Dorf 43
9044 Wald AR
Schweiz - UID
- CHE-104.528.625
- hello@stratdata.io
Da der Dienst europaweit erreichbar ist, wenden wir die DSGVO neben dem revidierten schweizerischen DSG an. Eine Datenschutzbeauftragte oder einen Datenschutzbeauftragten haben wir nicht bestellt; für alle Anliegen zum Datenschutz erreichen Sie uns unter der E-Mail-Adresse oben.
2. Der Grundsatz: was bei uns gar nicht ankommt
Der Arbeitsplatz ist so gebaut, dass unser Server möglichst nichts erfährt. Das ist keine Absichtserklärung, sondern eine Eigenschaft des Programms:
- Ihre Recherche läuft an uns vorbei. Was Sie in ein Werkzeug eingeben — eine Domain, eine IP-Adresse, ein Benutzername, Koordinaten — geht direkt von Ihrem Browser an das jeweilige öffentliche Register. Unser Server steht nicht dazwischen und sieht diese Anfragen nicht.
- Ihre Arbeitsflächen bleiben bei Ihnen. Boards, Widgets, Notizen und Aufgaben liegen im lokalen Speicher Ihres Browsers, nicht bei uns.
- Genau eine Ausnahme: die Akte. Was Sie dort ausdrücklich siegeln, liegt auf unserem Server — das ist der Zweck eines Belegs. Alles dazu in Abschnitt 5.
- Das Konto bleibt sparsam. Für den Arbeitsplatz ist eine Anmeldung nötig; gespeichert werden dafür Ihre E-Mail-Adresse und, wenn Sie ihn angeben, Ihr Name — mehr nicht. Das Nachschlagewerk mit allen Quellen und die öffentliche Prüfung eines Siegels funktionieren weiterhin ohne Anmeldung.
- Es gibt keine Analyse und kein Tracking. Wir setzen keine Statistik-, Werbe- oder Analysedienste ein, es gibt keine Zählpixel und keine Werbenetzwerke. Deshalb finden Sie hier auch kein Einwilligungsbanner.
- Schriften liegen auf unserem Server. Beim Besuch geht keine Anfrage an Google Fonts oder ein anderes Schriftennetz.
3. Aufruf der Webseite und Server-Protokolle
Wenn Sie eine Seite von stratdata.io laden, verarbeitet der Webserver technisch notwendige Verbindungsdaten. In den Zugriffsprotokollen entsteht dabei je Anfrage ein Eintrag mit: IP-Adresse, Zeitpunkt, angefragte Adresse, HTTP-Methode, Statuscode, übertragene Datenmenge und Browserkennung (User-Agent).
Die Protokolle dienen dem sicheren Betrieb, der Fehlersuche und der Abwehr von Missbrauch. Sie werden nicht mit Konten zusammengeführt und nicht ausgewertet, um Nutzerinnen und Nutzer wiederzuerkennen. Der Verweis auf die zuvor besuchte Seite (Referrer) wird von unseren Seiten nicht mitgesendet: der Server setzt die Richtlinie Referrer-Policy: no-referrer.
Zusätzlich zählt die Schnittstelle Anmelde- und Registrierungsversuche je IP-Adresse, um Angriffe durch massenhaftes Ausprobieren zu bremsen. Dieser Zähler liegt ausschliesslich im Arbeitsspeicher und wird alle 15 Minuten vollständig zurückgesetzt; gespeichert wird er nie.
Die Protokolldateien werden durch die automatische Log-Rotation des Servers überschrieben. Konkret: die Zugriffsprotokolle des vorgelagerten Web-Servers rollieren über höchstens drei Dateien zu je 10 Megabyte, ältere Einträge werden dabei unwiderruflich verworfen; beim gegenwärtigen Aufkommen entspricht das einem Zeitraum von wenigen Tagen. Die Protokolle des Anwendungsdienstes hält das System- journal höchstens sieben Tage vor. Eine längere Archivierung findet nicht statt, und es gibt keine Sicherung der Protokolle.
4. Konto: welche Felder wirklich gespeichert sind
Ein Konto brauchen Sie nur für das kostenpflichtige Abonnement und für die Testphase. Unsere Datenbank ist bewusst klein. Sie enthält genau diese Felder:
Tabelle «users»
- E-Mail-Adresse — Ihre Kennung und der einzige Weg, Sie zu erreichen.
- Passwort-Hash und Salt — nicht das Passwort. Es wird mit dem Verfahren scrypt und einem für Sie zufällig erzeugten Salt in einen Hash umgerechnet; aus dem gespeicherten Wert lässt sich das Passwort nicht zurückrechnen. Bei reinen Google-Konten sind beide Felder leer.
- Stripe-Kundennummer — die Kennung Ihres Kundendatensatzes bei Stripe, sofern Sie ein Abonnement abgeschlossen haben.
- Zeitpunkt der Kontoerstellung.
- Ende der Testphase — ein Datum.
- Google-Kennung (sub) — nur, wenn Sie sich mit Google angemeldet haben. Das ist eine stabile Zeichenkette von Google, nicht Ihre Adresse.
- Anzeigename — nur, wenn Sie im Konto einen eingetragen haben. Das Feld ist freiwillig, dient allein der Anrede und lässt sich jederzeit wieder leeren; es wird dann gelöscht und nicht bloss ausgeblendet. Wir prüfen nicht, ob der eingetragene Name Ihr wirklicher ist.
Tabelle «subscriptions»
- Stripe-Abonnementnummer, Status (etwa aktiv, in Testphase, überfällig, gekündigt), die Kennung des gebuchten Preises, das Ende der laufenden Abrechnungsperiode, die Angabe, ob zum Periodenende gekündigt wurde, und der Zeitpunkt der letzten Aktualisierung.
Tabelle «akte»
- Die Einträge, die Sie in Ihrer Akte gesiegelt haben. Das ist die einzige Stelle, an der Inhalte Ihrer Recherche auf unserem Server liegen; sie hat deshalb einen eigenen Abschnitt — siehe Abschnitt 5.
Was wir nicht speichern: keine Anschrift, keine Telefonnummer, keine Zahlungsdaten, keine IP-Adresse am Konto und kein Profilbild. Es gibt in der Datenbank schlicht kein Feld dafür. Einen Anzeigenamen gibt es, aber nur dann, wenn Sie ihn selbst eintragen — siehe die Aufzählung oben.
5. Die Akte: was Sie uns bewusst anvertrauen
Zu Abschnitt 2 gehört eine Ausnahme, und sie ist wichtig genug für einen eigenen Abschnitt. Neben dem Arbeitsplatz gibt es die Akte: eine fortlaufende, gegen nachträgliche Änderung gesicherte Aufzeichnung Ihrer Rechercheschritte. Anders als die Werkzeuge läuft sie nicht im Browser, sondern auf unserem Server — sonst liesse sich nicht belegen, dass ein Eintrag zu einem bestimmten Zeitpunkt bestand.
Was Sie in einen Akteneintrag schreiben, speichern wir. Nichts davon wird nebenbei erhoben: ein Eintrag entsteht ausschliesslich, wenn Sie ihn ausdrücklich siegeln. Gespeichert wird je Eintrag:
- Titel (bis 300 Zeichen) und Text (bis 12 000 Zeichen) — genau das, was Sie eingegeben haben. Diese Felder sind frei; was hineinkommt, bestimmen Sie.
- Quellen — bis zu 50 von Ihnen angegebene Verweise.
- Zeitpunkt des Siegelns, die laufende Nummer innerhalb Ihrer Akte, der Hash des Eintrags und der Hash des Vorgängers. Aus diesen Hashes entsteht die Kette: wird ein Eintrag nachträglich verändert, passen alle folgenden nicht mehr.
- die Zuordnung zu Ihrem Konto.
Überlegen Sie, was Sie hier hineinschreiben. Recherche betrifft oft Dritte. Für personenbezogene Daten, die Sie in einem Akteneintrag ablegen, sind Sie datenschutzrechtlich selbst verantwortlich; wir speichern sie für Sie, um die Akte zu führen.
Ein gesiegelter Eintrag lässt sich nicht mehr ändern
Weder bearbeiten noch einzeln löschen — genau das ist der Sinn einer Hashkette. Löschen lässt sich die Akte nur als Ganzes, zusammen mit dem Konto; die Einträge werden dann mit entfernt. Wenden Sie sich dafür an hello@stratdata.io.
Der Prüfabruf ist öffentlich — der Inhalt nicht
Damit Dritte einen Beleg nachprüfen können, gibt es einen Abruf, der ohne Anmeldung funktioniert. Er beantwortet zu einer Eintragskennung oder einem Hash genau drei Dinge: dass der Eintrag existiert, seine laufende Nummer und seinen Zeitpunkt. Titel, Text, Quellen und die Person, zu der der Eintrag gehört, gibt er nicht heraus. Wer eine Kennung erraten sollte, erfährt also, dass zu diesem Zeitpunkt etwas gesiegelt wurde — nicht was und nicht von wem.
Den vollständigen Bericht über Ihre Akte bekommen nur Sie selbst, nach Anmeldung. Er nennt Ihre E-Mail-Adresse als Inhaberin oder Inhaber: wenn Sie ihn weitergeben, geben Sie diese Adresse mit weiter.
6. Anmeldung, Sitzung und das Cookie kb_session
Nach der Anmeldung setzen wir ein einziges Cookie mit dem Namen kb_session. Es enthält eine zufällige Zeichenkette und sonst nichts — keine Kennung, die sich lesen liesse, und keine Angaben zu Ihrer Person.
- httpOnly — JavaScript im Browser kann das Cookie nicht auslesen.
- SameSite=Lax — es wird bei Anfragen von fremden Seiten nicht mitgesendet.
- Secure im Produktivbetrieb — es wird nur über HTTPS übertragen.
- Laufzeit 30 Tage, danach verfällt es.
In der Datenbank liegt nicht der Wert des Cookies, sondern nur dessen SHA-256-Hash, zusammen mit der Kontonummer, dem Beginn und dem Ablauf der Sitzung. Wer eine Kopie der Datenbank hätte, könnte sich damit nicht als Sie anmelden. Abgelaufene Sitzungen werden beim Start des Servers und danach stündlich gelöscht. Beim Abmelden wird der Eintrag sofort entfernt. Wer ein Passwort setzt oder ändert, beendet damit automatisch alle übrigen Sitzungen seines Kontos.
Dieses Cookie ist technisch notwendig: ohne es gäbe es keine Anmeldung. Es bedarf deshalb keiner Einwilligung. Weitere Cookies setzen wir nicht.
7. Anmeldung über Google
Sie können sich wahlweise mit Google anmelden. Diese Möglichkeit ist freiwillig und steht neben der Anmeldung mit E-Mail-Adresse und Passwort.
Das Anmeldeskript von Google (accounts.google.com) wird nur auf der Kontoseite und erst dann geladen, wenn die Google-Anmeldung tatsächlich eingerichtet ist. Auf der Verkaufsseite, im Arbeitsplatz und im Nachschlagewerk wird es nie geladen. Mit dem Laden erfährt Google Ihre IP-Adresse und die üblichen Browserangaben; ob Sie dort angemeldet sind, entscheidet Google anhand Ihrer eigenen Sitzung.
Melden Sie sich an, erzeugt Google in Ihrem Browser ein signiertes Token und übergibt es unserem Server. Wir prüfen die Signatur gegen Googles öffentliche Schlüssel und verlangen, dass die Adresse bei Google bestätigt ist. Aus dem Token übernehmen wir ausschliesslich zwei Angaben: die stabile Google-Kennung (sub) und Ihre E-Mail-Adresse. Name, Profilbild, Sprache und alles Übrige verwerfen wir; sie werden nicht gespeichert. Ein Zugriff auf Ihr Google-Konto entsteht dabei nicht.
Anbieterin ist Google Ireland Limited, Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland. Näheres in der Datenschutzerklärung von Google.
8. Abonnement und Zahlung über Stripe
Zahlungen wickelt Stripe ab. Kartendaten erreichen unseren Server nie. Wenn Sie ein Abonnement abschliessen, legt unser Server bei Stripe einen Kundendatensatz mit Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrer Kontonummer an und leitet Ihren Browser anschliessend auf die von Stripe betriebene Bezahlseite weiter. Karten-, Bank- und Rechnungsdaten geben Sie dort ein — auf einer Seite von Stripe, nicht auf einer von uns. Wir haben zu diesen Daten keinen Zugang, weder technisch noch organisatorisch.
Von Stripe zurück erhalten wir über eine signierte Rückmeldung (Webhook) nur den Zustand des Abonnements: Abonnementnummer, Status, gebuchter Preis, Ende der laufenden Periode und ob eine Kündigung zum Periodenende vorliegt. Diese Angaben stehen in der Tabelle «subscriptions» (siehe Abschnitt 4). Auch die Verwaltung Ihres Abonnements und die Kündigung laufen über das Kundenportal von Stripe, auf das wir Sie weiterleiten.
Was Stripe darüber hinaus erhebt — Name, Rechnungsanschrift, Kartendaten, Steuerangaben, Betrugsprävention —, verarbeitet Stripe in eigener Verantwortung. Anbieterin für Nutzerinnen und Nutzer aus dem Europäischen Wirtschaftsraum ist Stripe Payments Europe, Ltd., Dublin, Irland. Näheres in der Datenschutzerklärung von Stripe.
9. Die Werkzeuge: Abfragen direkt aus Ihrem Browser
Das ist der wichtigste Punkt dieser Erklärung. Die Werkzeuge des Arbeitsplatzes sind kein Dienst auf unserem Server. Der gesamte Programmcode läuft in Ihrem Browser, und wenn ein Werkzeug ein öffentliches Register abfragt, geht diese Anfrage unmittelbar von Ihrem Gerät an das Register — nicht über uns.
Daraus folgt zweierlei, und beides gehört ehrlich gesagt:
- Wir erfahren nicht, wonach Sie suchen. Wir sehen weder Ihre Eingaben noch die Ergebnisse, weder wann noch wie oft Sie ein Werkzeug benutzen. Wir könnten es auch auf Anfrage Dritter nicht herausgeben, weil wir es nicht haben.
- Der jeweilige Register-Betreiber erfährt es sehr wohl. Ihre IP-Adresse und Ihre Suchanfrage gehen an den Dienst, den Sie abfragen. Was dort damit geschieht, richtet sich nach dessen Datenschutzerklärung, nicht nach unserer. Wer das nicht möchte, arbeitet mit den Werkzeugen, die ohne Netz auskommen — Metadaten, Hashes, Sonnenstand, Koordinaten, Kodierungen — oder nutzt einen Anonymisierungsdienst.
Diese Abfragen werden immer erst durch eine ausdrückliche Handlung ausgelöst — durch Klick auf eine Schaltfläche im Werkzeug. Beim blossen Öffnen einer Seite passiert nichts davon. Die einzige Ausnahme sind die kleinen Symbole neben den Verweisen (Favicons); dazu Abschnitt 10.
10. Wohin Ihr Browser dabei spricht
Vollständige Liste der Dienste, die der Arbeitsplatz direkt aus Ihrem Browser aufruft, mit dem, was dabei übermittelt wird:
Domain, DNS und Zertifikate
Netz und IP-Adressen
Datenlecks und Passwörter
Unternehmen und Register
Code und Pakete
Orte und Wetter
Nachrichten und Wissen
Darstellung
Zusätzlich sind die Verweise selbst zu bedenken: Der Katalog und das Nachschlagewerk enthalten mehrere hundert Verweise auf fremde Seiten. Diese werden erst geladen, wenn Sie darauf klicken — der Aufruf geht dann direkt an die fremde Seite und nicht über uns. Siehe auch Abschnitt 7 des Impressums.
11. Assistent und optionales Sprachmodell
Der Assistent ordnet Ihre Frage anhand einer im Programm hinterlegten Liste den passenden Werkzeugen zu. Diese Zuordnung geschieht vollständig in Ihrem Browser; es wird dafür nichts übertragen.
Darüber hinaus lässt sich auf Wunsch ein Sprachmodell direkt im Browser ausführen. Es startet nur, wenn Sie die Schaltfläche «Modell laden» anklicken. Beim Laden werden die Programmbibliothek und die Modelldateien von esm.run beziehungsweise cdn.jsdelivr.net und von huggingface.co geholt; diese Anbieter erhalten dabei Ihre IP-Adresse und die üblichen Browserangaben. Es handelt sich um einen einmaligen Download von rund ein bis zwei Gigabyte.
Ist das Modell geladen, läuft es auf Ihrer Grafikkarte im Browser. Ihre Gespräche mit dem Assistenten verlassen Ihr Gerät nicht und gehen weder an uns noch an einen KI-Dienst. Wer das Modell nicht lädt, hat mit diesen Anbietern keinen Kontakt.
12. Was in Ihrem Browser bleibt
Ihre Arbeit speichert der Arbeitsplatz im lokalen Speicher (localStorage) Ihres Browsers. Das ist kein Cookie und wird nicht an einen Server gesendet. Es sind drei Einträge:
- osint-dashboard.v1 — Ihre Seiten, Widgets, Verweise, Notizen, Aufgaben und der Zustand einzelner Werkzeuge.
- osint-dashboard.prefs.v1 — Ihre Einstellungen: Darstellung, Favicons an oder aus, zuletzt geöffnete Seite.
- stratdata.lang — die gewählte Sprache der Verkaufsseite.
Wir haben auf diese Inhalte keinen Zugriff und können sie weder lesen noch löschen. Sie verschwinden, sobald Sie die Websitedaten in Ihrem Browser löschen — und mit ihnen Ihre Boards. Legen Sie deshalb vor dem Aufräumen eine Sicherung an.
Damit der Arbeitsplatz auch ohne Verbindung funktioniert, legt ein Service Worker die Programmdateien (HTML, CSS, JavaScript, Schriften) in den Zwischenspeicher des Browsers. Antworten unserer Schnittstelle unter /api/ — also Konto- und Abodaten — sind davon ausdrücklich ausgenommen und werden nie zwischengespeichert.
13. Rechtsgrundlagen
- Konto, Anmeldung, Sitzung, Testphase, Abonnement — Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Erfüllung des Vertrags und vorvertragliche Massnahmen).
- Server-Protokolle, Ratenbegrenzung, Abwehr von Missbrauch — Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an einem sicheren und funktionsfähigen Betrieb).
- Anmeldung über Google — Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO; sie erfolgt auf Ihre Veranlassung als Alternative zum Passwort.
- Zahlungsabwicklung über Stripe — Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, hinsichtlich der Aufbewahrung von Belegen zusätzlich Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO (rechtliche Verpflichtung).
- Akte — Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO: das Siegeln und Aufbewahren eines Eintrags ist die Leistung, die Sie mit dem Abonnement bestellen.
- Abfragen der Werkzeuge — soweit uns deren Auslösung überhaupt zuzurechnen ist, Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO: die Abfrage ist die Leistung, die Sie mit dem Klick anfordern.
- Favicons — Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (verständliche Darstellung eines Katalogs mit mehreren hundert Einträgen). Sie können sie in den Einstellungen abschalten.
Nach schweizerischem Recht stützen wir uns auf Art. 31 DSG (überwiegendes privates Interesse) beziehungsweise auf die Erfüllung des Vertrags.
14. Auftragsverarbeiter und Empfänger
Wir verkaufen keine Daten und geben sie nicht zu Werbezwecken weiter. Zugriff auf personenbezogene Daten haben ausschliesslich:
Die in Abschnitt 10 genannten öffentlichen Register und Dienste sind keine Auftragsverarbeiter: sie erhalten Daten nicht von uns, sondern unmittelbar von Ihrem Browser, und verarbeiten sie in eigener Verantwortung.
Zugriff auf unserer Seite. Innerhalb der Stratdata GmbH hat genau eine E-Mail-Adresse Verwaltungsrechte. Über sie lässt sich eine Liste der Konten einsehen: Adresse, Zeitpunkt der Anlage, Anmeldeart, Ende der Testphase, Abostatus und die Anzahl gesiegelter Akteneinträge. Der Inhalt von Akteneinträgen wird dort nicht angezeigt. Wer die Datenbank auf dem Server betreut, hat technisch weitergehenden Zugriff; er ist auf das für den Betrieb Notwendige beschränkt.
Darüber hinaus geben wir Daten nur weiter, wenn wir dazu gesetzlich verpflichtet sind oder eine Behörde dies rechtmässig verlangt. Was wir in einem solchen Fall überhaupt herausgeben könnten, steht in den Abschnitten 4 und 5. Ihre Abfragen in den Werkzeugen gehören nicht dazu, weil sie uns nie erreichen; gesiegelte Akteneinträge dagegen liegen bei uns.
15. Übermittlung ins Ausland
Wir sind ein Unternehmen mit Sitz in der Schweiz. Die Schweiz gilt aus Sicht der EU als Land mit angemessenem Datenschutzniveau (Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission).
Server und Auftragsverarbeiter liegen im Europäischen Wirtschaftsraum. Einzelne der genannten Anbieter — insbesondere Stripe und Google — können Daten zur Verarbeitung an Konzerngesellschaften in den Vereinigten Staaten übermitteln. Sie stützen sich dafür auf die Standardvertragsklauseln der Europäischen Kommission sowie, soweit anwendbar, auf das EU-US Data Privacy Framework.
Die in Abschnitt 10 aufgeführten öffentlichen Register haben ihren Sitz teils ausserhalb der Schweiz und der EU. Da Ihr Browser sie unmittelbar anspricht, bestimmt allein Ihre Entscheidung, eine Abfrage auszulösen, ob und wohin dabei Daten fliessen.
16. Speicherdauer
- Kontodaten — solange das Konto besteht. Nach Löschung des Kontos werden sie entfernt.
- Sitzungen — längstens 30 Tage; abgelaufene Einträge werden stündlich automatisch gelöscht, beim Abmelden sofort.
- Abonnementdaten — für die Dauer des Abonnements und danach, soweit Aufbewahrungspflichten bestehen. Belege zur Zahlung unterliegen der zehnjährigen Aufbewahrungspflicht nach Art. 958f des schweizerischen Obligationenrechts; sie liegen bei Stripe.
- Akteneinträge — bis zur Löschung des Kontos. Einzelne Einträge lassen sich nicht entfernen, ohne die Kette zu brechen; siehe Abschnitt 5.
- Server-Protokolle — bis zur automatischen Rotation, siehe Abschnitt 3.
- Daten in Ihrem Browser — bis Sie sie löschen. Wir haben darauf keinen Zugriff.
17. Ihre Rechte
Sie haben das Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO, Art. 25 DSG), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18), Datenübertragbarkeit (Art. 20) sowie das Recht, einer Verarbeitung auf Grundlage berechtigter Interessen zu widersprechen (Art. 21). Eine erteilte Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
Für alle diese Anliegen genügt eine formlose Nachricht an hello@stratdata.io. Wir antworten innert 30 Tagen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihre Identität prüfen müssen, bevor wir Auskunft erteilen oder löschen — in aller Regel dadurch, dass Sie uns von der Adresse aus schreiben, mit der das Konto angelegt wurde.
Zur Löschung offen gesagt: Im Konto gibt es derzeit noch keine Schaltfläche, mit der Sie es selbst löschen können. Schreiben Sie uns — wir löschen das Konto samt Sitzungen, Abonnementeintrag und Akte von Hand und bestätigen es Ihnen. Einzelne Akteneinträge können wir nicht herauslösen, ohne die Kette und damit den Wert aller folgenden Einträge zu zerstören; das geht nur für die Akte als Ganzes. Was in Ihrem Browser liegt (Abschnitt 12), löschen Sie selbst; dorthin reichen wir nicht.
18. Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde
Sie können sich jederzeit bei einer Aufsichtsbehörde beschweren. In der Schweiz ist das der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB), Feldeggweg 1, 3003 Bern. Im Europäischen Wirtschaftsraum ist die Aufsichtsbehörde Ihres gewöhnlichen Aufenthaltsorts, Ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmasslichen Verstosses zuständig.
19. Vertretung in der EU
Anbieter ausserhalb der EU, die sich an Personen in der Union richten, müssen unter den Voraussetzungen von Art. 27 DSGVO eine Vertretung in der Union benennen.
Art. 27 Abs. 2 lit. a DSGVO nimmt davon Verarbeitungen aus, die nur gelegentlich erfolgen, keine umfangreiche Verarbeitung besonderer Datenkategorien umfassen und voraussichtlich kein Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen mit sich bringen. Wir stützen uns auf diese Ausnahme und begründen das so: die Verarbeitung beschränkt sich auf E-Mail-Adresse, Passwort-Hash und Abo-Status weniger Konten, besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO werden nicht verarbeitet, die Recherchedaten unserer Nutzerinnen und Nutzer erreichen unseren Server nicht, und der Betrieb findet auf einem Server innerhalb der EU statt.
Eine Vertretung nach Art. 27 DSGVO haben wir daher nicht benannt. Diese Einschätzung überprüfen wir, sobald sich Umfang oder Art der Verarbeitung ändern. Bis dahin erreichen Sie uns in allen Datenschutzfragen unmittelbar unter hello@stratdata.io.
20. Datensicherheit
- Der gesamte Verkehr läuft über HTTPS; der Server verlangt es über HSTS.
- Passwörter werden mit scrypt und individuellem Salt gespeichert, nie im Klartext.
- Von Sitzungstoken liegt nur der SHA-256-Hash in der Datenbank.
- Anmelde- und Registrierungsversuche sind je IP-Adresse begrenzt.
- Schreibende Anfragen an die Schnittstelle verlangen einen eigenen Kopfeintrag; fremde Seiten können sie deshalb nicht auslösen (Schutz vor CSRF).
- Der Webserver liefert ausschliesslich ausdrücklich freigegebene Pfade aus; alles andere wird abgewiesen. Quelltext, Konfiguration und Datenbank liegen ausserhalb dieser Freigabe.
- Eine strenge Content-Security-Policy begrenzt, welche Adressen der Browser überhaupt ansprechen darf.
Einen vollständigen Schutz kann niemand zusichern. Sollte es dennoch zu einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten kommen, melden wir sie nach Art. 33 DSGVO und Art. 24 DSG und benachrichtigen Sie, wenn ein hohes Risiko für Sie besteht.
21. Änderungen dieser Erklärung
Ändert sich der Dienst, ändert sich diese Erklärung mit. Massgeblich ist die jeweils hier veröffentlichte Fassung; das Datum oben nennt den Stand. Bei Änderungen, die Ihre Rechte wesentlich berühren, informieren wir angemeldete Nutzerinnen und Nutzer zusätzlich per E-Mail.