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Domain-Sicherheit prüfen: das Domänen-Zeugnis auf einen Blick

Mailsicherheit, Zertifikat und Verwechslungsdomains in einem gesiegelten Bericht.

Ob eine Domain gut abgesichert ist, sieht man ihr nicht an. Zwei Fragen tauchen im Alltag trotzdem ständig auf: Kann jemand in meinem Namen Mails verschicken, die echt aussehen? Und ist die Domain, die mir gerade geschrieben hat, überhaupt vertrauenswürdig? Beides lässt sich aus öffentlich sichtbaren Daten beantworten — nur liegen sie über ein halbes Dutzend Abfragen verstreut, und man muss wissen, wo man hinschaut. Das Domänen-Zeugnis fasst diese Abfragen zu einem Bericht zusammen und hält den Zustand fest, damit man ihn später belegen kann.

Was «Domain-Sicherheit prüfen» wirklich umfasst

Das Zeugnis liest drei Bereiche aus — alle aus dem öffentlichen DNS und aus öffentlichen Zertifikatsdaten, ohne Anmeldung und ohne das Ziel anzugreifen:

Ein Domänen-Zeugnis im Beispiel

Für eine erfundene Domain muster-treuhand.ch könnte das Ergebnis so aussehen. Die Gesamtbewertung fasst die Einzelbefunde in einer Ampel zusammen — von «Unauffällig» bis «Dringender Handlungsbedarf»:

Domänen-Zeugnis · muster-treuhand.ch · 21.08.2026, 14:07 Gesamtbewertung: Zu prüfen Mailsicherheit SPF v=spf1 include:_spf.hoster.ch -all ok DKIM Selektor «standard» vorhanden ok DMARC p=none schützt nicht — nur Beobachtung DNSSEC nicht signiert DNS-Antworten fälschbar CAA kein Eintrag optional, empfohlen Zertifikat Aussteller Let's Encrypt gültig bis 30.09.2026 (40 Tage) ok Verwechslungsdomains (Auswahl) muster-treuhand.com registriert, fremder Inhaber aktiv müster-treuhand.ch registriert, geparkt aktiv muster-treuhänd.ch frei Siegel sha256:3f9c…a1b7 Prüflink /zeugnis?h=3f9c…

Zwei Dinge stechen heraus. Erstens: DMARC steht auf p=none — die Domain beobachtet Fälschungen nur, weist Empfänger aber nicht an, sie abzulehnen. Bis auf p=quarantine oder p=reject erhöht, bleibt Spoofing im eigenen Namen praktisch möglich. Zweitens sind zwei Verwechslungsdomains registriert und aktiv — das gehört im Auge behalten. Was das Zeugnis dabei nicht tut: Es liest keine E-Mail-Inhalte, testet nicht, ob gerade tatsächlich gefälschte Mails verschickt werden, und nennt hinter einer fremden Domain keinen Namen mit Sicherheit (WHOIS-Daten sind oft geschwärzt).

Warum der Zustand gesiegelt wird

Jedes Zeugnis wird beim Erstellen mit einem SHA-256-Fingerabdruck versehen und über einen Prüflink abrufbar gemacht, der auf ?h= und 64 Zeichen endet. Ruft man ihn auf, bestätigt stratdata nur, dass genau dieser Bericht erzeugt wurde und seither unverändert ist — mehr nicht. Das ist nützlich, wenn man einen Befund über die Zeit dokumentieren, einem Administrator vorlegen oder einer Meldung an den Registrar beilegen will: Der Bericht lässt sich nachträglich nicht heimlich frisieren. Belegt ist damit der öffentlich sichtbare Zustand zu einem Zeitpunkt — keine Aussage darüber, wer was beabsichtigt.

Ein Befund ist ein Hinweis, kein Beweis. Eine registrierte Verwechslungsdomain belegt keinen Betrug — sie kann zum Markenschutz gehören, harmlos geparkt oder von jemand völlig Unbeteiligtem gehalten sein. DMARC p=none heisst, dass der Inhaber noch nicht durchsetzt, nicht dass in Ihrem Namen gefälscht wird. Das Zeugnis nutzt nur öffentliche Daten (DNS, Zertifikats-Transparenz) und ist eine Momentaufnahme: DNS-Einträge ändern sich, ein Zeugnis von heute beschreibt heute. Geht es um eine konkrete verdächtige Nachricht, prüfen Sie diese zusätzlich mit dem Betrugswarner.

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