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Typosquatting erkennen: Tippfehler-Domains rechtzeitig aufspüren
Ein einziger vertippter Buchstabe genügt. Wer musterbank.ch tippen will und
mustrebank.ch trifft, landet vielleicht auf einer Seite, die täuschend echt
aussieht — nur dass dort jemand anderes die Zugangsdaten mitliest. Genau das ist
Typosquatting: das gezielte Registrieren von Domains, die Ihrer bekannten
Adresse zum Verwechseln ähnlich sehen. Das Problem betrifft nicht nur Banken. Jede Marke, jeder
Shop und jeder Verein mit einer eingeprägten Web-Adresse ist ein mögliches Ziel. Die gute
Nachricht: Welche Verwechslungsvarianten überhaupt existieren, lässt sich systematisch
durchspielen — und genau das macht der Permutator.
Wie Tippfehler-Domains entstehen
Angreifer verlassen sich nicht auf Zufall. Sie leiten aus Ihrer Domain nach festen Mustern alle naheliegenden Varianten ab und registrieren die vielversprechendsten. Die häufigsten Muster:
- Fehlender Buchstabe —
musterbank.chwird zumusterbnk.ch. - Vertauschte Buchstaben — aus
musterwirdmustre. - Doppelter oder zusätzlicher Buchstabe —
musterbannk.ch. - Andere Endung — dieselbe Marke unter
.com,.cooder.netstatt.ch. - Homoglyphen — Zeichen, die gleich aussehen: das Paar
rnwirkt wie einm, eine0wie eino, ein kyrillischesаwie ein lateinischesa.
Von Hand kommt man schnell auf ein Dutzend Varianten — und übersieht dabei die eine, die zählt. Der Permutator zählt sie vollständig durch.
Verwechslungsvarianten erzeugen und prüfen
Sie geben Ihre Domain ein, das Werkzeug erzeugt die Varianten nach den obigen Mustern und
prüft anschliessend per öffentlicher DNS- und RDAP-Abfrage, welche davon
tatsächlich registriert sind. «Frei» heisst: niemand hat sie bislang genommen. «Registriert»
heisst: sie gehört bereits jemandem — und ist einen zweiten Blick wert. Für die fiktive Marke
musterbank.ch könnte das so aussehen:
Drei registrierte Treffer, die niemandem in Ihrem Haus gehören: eine Parkseite, ein aktives Login-Formular und eine Weiterleitung auf einen fremden Server. Das sind die Adressen, die Sie im Auge behalten sollten.
Was ein Treffer bedeutet — und was der Permutator nicht kann
«Registriert» ist zunächst nur eine Tatsache, kein Urteil. Manche Nachbar-Domains gehören harmlosen Dritten, die zufällig ähnlich heissen. Andere sind von Marken vorsorglich selbst gekauft — vielleicht sogar von Ihnen. Der Permutator sagt Ihnen, wo Sie hinsehen sollten, nicht ob dort Betrug stattfindet. Und er hat klare Grenzen: Die Zahl möglicher Varianten ist praktisch unendlich, geprüft wird eine sinnvolle Auswahl der gängigsten Muster — keine erschöpfende Liste. Ob hinter einer verdächtigen Adresse wirklich eine Phishing-Seite steckt, klären Sie mit dem Betrugswarner oder einem Blick auf die Seite selbst. Und ein heute freier Name kann morgen vergeben sein — eine einmalige Prüfung ist eine Momentaufnahme.
So gehen Sie vor
- Prüfen Sie Ihre Hauptdomain und schreiben Sie sich auf, welche Varianten bereits registriert sind.
- Sehen Sie sich die Treffer an. Eine geparkte Seite ist selten dringend; ein Login-Formular oder eine Weiterleitung auf Ihrem Markennamen ist es.
- Registrieren Sie die wichtigsten freien Varianten selbst — vor allem die naheliegendsten Tippfehler und die gängigen anderen Endungen.
- Melden Sie klaren Missbrauch bei der zuständigen Registrierungsstelle oder dem Hoster der fremden Domain.
- Wiederholen Sie die Prüfung regelmässig — neue Nachbar-Domains entstehen laufend.