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Koordinaten umrechnen: WGS84, LV95 und Grad/Minuten

Warum dieselbe Stelle in drei Schreibweisen auftaucht — und wie Sie sie auf einen gemeinsamen Nenner bringen.

Wer in der Schweiz mit Ortsangaben arbeitet, trifft ständig auf dasselbe Problem: Google Maps und Handy-Fotos liefern Koordinaten im Format WGS84 (Dezimalgrad), das Geoportal des Bundes und amtliche Pläne rechnen im Landesnetz LV95, und in älteren Berichten oder Bild-Metadaten stehen Grad, Minuten und Sekunden. Drei Notationen, dieselbe Stelle — aber nicht direkt vergleichbar. Der Koordinaten-Konverter rechnet zwischen diesen Formaten hin und her, und zwar vollständig lokal im Browser: Ihre Eingabe verlässt das Gerät nicht.

Die drei Formate — und warum sie sich unterscheiden

Es geht nicht um verschiedene Orte, sondern um verschiedene Bezugssysteme und Schreibweisen für denselben Punkt:

Ein Beispiel: eine Position in drei Schreibweisen

Angenommen, aus einem Foto lesen Sie die WGS84-Koordinaten 47.3769, 8.5417 aus. So sieht dieselbe Stelle nach der Umrechnung aus:

Eingabe (WGS84, Dezimalgrad) 47.376900 8.541700 Umrechnung Grad/Min/Sek (DMS) 47° 22′ 36.8″ N 8° 32′ 30.1″ E LV95 (CH1903+) E 2 683 304 N 1 247 926 LV03 (CH1903) E 683 304 N 247 926 Genauigkeit ± ~1 m (Näherungsformeln swisstopo) Achtung: Ost- und Nordwert nicht vertauschen — bei LV95 kommt immer zuerst der grosse Ostwert (2…), dann der Nordwert (1…).

Die DMS-Umrechnung ist reine Arithmetik: 0,3769° × 60 = 22,614′, also 22 Minuten; der Rest 0,614′ × 60 ≈ 36,8″. Das Ergebnis ist exakt. Der Sprung von LV03 auf LV95 ist am einfachsten zu merken — Sie addieren 2 000 000 zum Ost- und 1 000 000 zum Nordwert.

Wie genau ist die Umrechnung?

Das hängt vom Formatpaar ab:

Eine umgerechnete Koordinate sagt, wo ein Punkt liegt — nicht, wer, wann oder warum. Stammt die Position aus den Metadaten eines Fotos, zeigt sie, wo ein Gerät eine Aufnahme verortet hat; das kann falsch, veraltet, manuell gesetzt oder nachträglich manipuliert sein. Eine Koordinate ist damit ein Hinweis, kein Beweis. Sie sollte stets mit einer zweiten Quelle abgeglichen werden. Da der Konverter offline im Browser rechnet, werden keine Standortdaten an einen Server übertragen — die Verantwortung, mit fremden Positionsangaben sorgsam umzugehen, bleibt dennoch bei Ihnen.

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